Regionalgruppe Mitteldeutschland

Die Regionalgruppe Mitteldeutschland hat sich zum Ziel gesetzt, interessierte Personen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die über Erfahrungen im Hochschul- und Wissenschaftsmanagement verfügen bzw. ihre berufliche Perspektive in diesem Gebiet sehen, zusammenzuführen, um Erfahrungsaustausch und regionale Vernetzung im Dienste einer weiteren Professionalisierung des Wissenschaftsmanagements zu fördern.

Bereits im Jahr 2013 gründete sich die Regionalgruppe Dresden. Im Rahmen der Jahrestagung 2016 fanden sich weitere Akteure aus den drei mitteldeutschen Bundesländern zusammen und regten den Aufbau einer Regionalgruppe Mitteldeutschland an.

Deren Mitglieder sind an verschiedenen Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen im mitteldeutschen Raum tätig (u.a. Dresden, Freiberg, Halle, Jena, Leipzig, Merseburg, Magdeburg).

Die Regionalgruppe führt einen regelmäßigen Stammtisch sowie themenbezogene Treffen durch, bei denen besonders relevante Aspekte der Entwicklung und Steuerung wissenschaftlicher Institutionen vertiefend beleuchtet und in pragmatischer Perspektive kollegial beraten werden. Zusätzlich dazu sollen gegenseitige Besuche und Hospitationen in den jeweiligen Institutionen der Mitglieder unterstützt werden.

Nächste Veranstaltungen

Aktuell keine Veranstaltungen.


Vergangene Veranstaltungen

Stammtisch der Regionalgruppe
21. Jul 2017, 18 Uhr, Leipzig Volkshaus, Karl-Liebknechtstr. 32 (www.volkshaus-leipzig.de). Der Tisch ist auf Stephanie Garling bestellt.
Regionalgruppe Mitteldeutschland

Thema: v.a. die Vorbereitung unseres Thementages in Merseburg.

Bis dahin wünschen wir Euch einen schönen Sommer und freuen uns auf ein Wiedersehen oder ein Kennenlernen in Leipzig!



Thema „Verbünde“
17. Mrz 2017, 13 bis 17 Uhr, Universität Leipzig, Felix-Klein Hörsaal, Paulinum, Augustusplatz 10
Regionalgruppe Mitteldeutschland

Verbünde sind wissenschaftspolitisch in aller Munde. Aber wie entstehen sie und wann sind sie erfolgreich? Welche Varianten der Steuerung gibt es und wo liegen die Herausforderungen?

Im Gespräch mit:
- Lena Dallywater: Koordinatorin des Leibniz-WissenschaftsCampus „Eastern Europe - Global Area“
- Lena Herlitzius: Referentin der TU Dresden für DRESDEN-concept
- Dorothea Braun: Projektkoordinatorin von ProKooperation – Kooperativ studieren in Leipzig

Bericht: Dr. Peter Richter, Hochschule Merseburg
Wann ist ein Verbund erfolgreich? Welche Rahmenbedingungen sind dafür förderlich, welche abträglich? Wo liegen die besonderen Herausforderungen der Steuerung und Organisation interinstitutioneller Kooperationen? Welche Konfliktpotentiale und Risiken sind damit verbunden? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Regionalgruppe „Mitteldeutschland“ am 17. März 2017 auf ihrem ersten Thementag „Verbünde und regionale Kooperationen“ an der Universität Leipzig.

Drei Fallbeispiele wurden näher beleuchtet:

- das Projekt „ProKooperation“, ein zeitlich und thematisch begrenztes Gemeinschaftsprojekt der Universität Leipzig und der HTWK Leipzig zur Profilabstimmung und Kooperation,
- der Verbund „DRESDEN-concept“ aus derzeit 24 Partnern aus Wissenschaft und Kultur unter Federführung der TU Dresden zur Erschließung und Nutzung von Synergien sowie zur Koordination der Wissenschaftsstrategie sowie
- der regionale Forschungsverbund Leibniz-WissenschaftsCampus „Eastern Europe – Global Area“ unter Federführung des Leibniz-Instituts für Länderkunde.

Nach einer kurzen Präsentation der drei Verbünde – herzlichen Dank an die Referentinnen Dorothea Braun, Lena Herlitzius und Lena Dallywater – analysierten und diskutierten die etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angeregt und in pragmatischer Perspektive über Erfolgsbedingungen gelingender Kooperationen. In der Diskussion kristallisierten sich einige zentrale Ergebnisse heraus. Externe Anlässe oder auch Zwänge – bspw. durch wissenschaftspolitische Akteure – bilden häufig eine wesentliche Initiationsbedingung für Kooperationen. Die betrachteten Kooperationen waren u.a. dann erfolgreich, wenn entweder zusätzliche Ressourcen für die spezifischen Kooperationszwecke zur Verfügung standen oder aber „negative“ – bspw. auf Einsparungen abzielende – Ressourcenfragen für die Kooperation nicht relevant wurden bzw. Kürzungen vermieden werden konnten. Bei der Definition der Inhalte und Verfolgung gemeinsamer Ziele gilt es auch, zugleich mit Konkurrenz umzugehen. In der Initiationsphase eines Verbundes spielen besonders Personen als treibende Kraft einer Kooperation eine herausgehobene Rolle, spätestens in der Konsolidierungs- und Reifephase steigt die Bedeutung von Formalisierungen, verbindlichen Regelungen, Verträgen sowie klaren Entscheidungswegen und -gremien. Typische Risiken von projektartigen Kooperationen liegen in der rechtzeitigen und planvollen Ergebnissicherung bzw. Verstetigung der Effekte. Auch und gerade bei Wegfall der zusätzlichen finanziellen Mittel steigt die Bedeutung der intrinsischen Motivation der Beteiligten an der Verstetigung. Wichtig dabei ist, ein zentrales Wissensmanagement aufzubauen, parallel zum Projekt über dessen Grenzen hinaus, „groß“ zu denken und auch Zufälle zu nutzen. Laufende Kooperationsprobleme können bewältigt werden, wenn diese in spezifischen Kleinprojekten praktisch behandelbar gemacht werden konnten. Eine zweite typische Strategie der Konfliktbearbeitung interinstitutioneller Kooperationen besteht darin, Konflikte auf einer höheren Hierarchieebene entweder bereits frühzeitig durch regelmäßige Abstimmungen zu vermeiden oder spätestens zu lösen.



Erster Stammtisch der Regionalgruppe Mitteldeutschland 2017
13. Jan 2017, 18 Uhr, Volkshaus in der Karl-Liebknechtstr. 32, Leipzig www.volkshaus-leipzig.de
Regionalgruppe Mitteldeutschland


Kontakt

Katja Koch, Technische Universität Dresden
katja.koch(at)tu-dresden.de

Dr. Stephanie Garling, Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO), Halle (Saale)
garling(at)iamo.de